Neuapostolische Kirche

Die Neuapostolische Kirche (abgekürzt NAK) ist eine christliche Religionsgemeinschaft, die sich Ende des 19. Jahrhunderts von Hamburg aus entwickelt hat. Weltweit bekennen sich neun Millionen Menschen zum neuapostolischen Glauben. Die Zahl der Gemeinden wuchs während der letzten Jahre aufgrund der Missionstätigkeit vor allem in Afrika stetig an, während sie in Mitteleuropa, Amerika und besonders in Asien rückläufig ist. In Deutschland hat die Neuapostolische Kirche etwa 335.000 Mitgliedern. Zweimal in der Woche laden die Gemeinden zu Gottesdiensten ein. In diesen wird das Evangelium Jesu Christi mit dem Ziel verkündigt, gläubige Menschen auf die nahe Wiederkunft des Gottessohns vorzubereiten.

Zu Beginn des Jahres 2019 gab es weltweit 355 aktive Apostel. Die Apostel der Neuapostolischen Kirche verstehen sich als Nachfolger der ersten Apostel Jesu von Nazaret, wie Paulus, Johannes, Petrus. Ihre Aufgabe ist es, die Kirche Jesu Christi aufzubauen und als Missionare den Menschen das Evangelium zu verkünden. Sie sollen gläubigen Menschen die Erlösung zugänglich machen – insbesondere durch die Spendung der Heilige Wassertaufe und das Heilige Abendmahl – und sind unerlässlich (d. h. „heilsnotwendig“), um sie auf die Entrückung bei der Wiederkunft Jesu Christi vorzubereiten. Weil das Abendmahl so wichtig für die Erlösung der Menschen ist, wird es in jedem Gottesdienst gefeiert.

Die Gemeinde in Bergen wurde immer kleiner und konnte sich den Unterhalt ihrer Kirche nicht mehr leisten. So wurde die Gemeinde hier vor etwa drei Jahren aufgelöst und das Gebäude konnte schließlich vor etwa einem Jahr an den ambulanten Pflegedienst „Der fliegende Robert“ verkauft werden. Die nächsten neuapostolischen Gemeinden sind in Hermannsburg, Celle und Soltau.